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Altersvorsorge 3

Braille

Lesen ist, war und wird für mich im Leben immer sehr wichtig sein.

Bei den Menschen um mich herum, die sehr alt geworden sind, habe ich erlebt, wie schmerzhaft es für sie war, nicht mehr lesen zu können.

Darum möchte ich da vorsorgen.

Ich lerne jetzt Braille, die Blindenschrift.

Dazu brauche ich:

  • eine aus dem Internet ausgedruckte Tabelle mit den Buchstaben
  • Halbkarton oder anderes, festes Papier
  • eine Schere
  • ein Holzbrett
  • einen Hammer
  • eine Wollnadel

Ich lerne immer wieder einen neuen Buchstaben und stanze mir die Wörter, die man damit schreiben kann, in Spielgelschrift auf Papierstreifen.

Danach übe ich die Wörter, die ich bereits auf die Papierstreifen geprägt habe, jeden Morgen einmal durch. Wenn ich alle erkannt habe, kommt der nächste Buchstabe an die Reihe.

Die Hälfte des Alphabetes habe ich mir diesen Winter beigebracht. Ich erkenne jetzt einzelne Buchstaben auf Anhieb, ohne zu überlegen. Das Fühlen mit den Fingerkuppen war von Anfang an kein Problem.

Ich kann mittlerweile auch Texte in Blindenschrift lesen (mit den Augen) und merke, dass ich auch Buchstaben erkenne, die ich noch nicht gelernt habe, einfach aus dem Zusammenhang heraus.

Ich habe nun zwei Monate lang fast jeden Morgen geübt. Wenn es in dieser Art weitergeht, kann ich nächsten Winter, wenn ich wieder genug Zeit dafür habe, den Rest des Alphabetes lernen und danach damit beginnen, Texte in Braille zu lesen.

So soll es weitergehen, damit ich später mit den Händen lesen kann.

Natürlich würde ich mich über Leute freuen, die es auch versuchen. Vielleicht können wir uns dann sogar einfache Briefe in Braille schreiben.

Oder ihr widmet euch eine Ferienwoche im Hausstall lang der Blindenschrift, ich zeige euch, wie ich es lerne, und danach seid ihr fit dafür! Und wenn ihr viel spazieren geht, auch sonst fit. Und wenn wir auch noch einmal zusammen holzen, habt ihr die ganze bisherige Altersvorsorge von mir kennen gelernt!